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Leipzig oder München? Wasserhärte und Trinkwasser im Vergleich

Direktvergleich aus geprüften Messwerten · Alle Werte: Trinkwasser in Leipzig · Trinkwasser in München

Stadtansicht LeipzigLeipzig
Stadtansicht MünchenMünchen

Leipzig – Foto: Tuxyso, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons (zugeschnitten)
München – Foto: Thomas Wolf, www.foto-tw.de, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons (zugeschnitten)

Leipzig
München
Kurzantwort: Leipzig hat das weichere Wasser (12,2 °dH gegenüber 15,8 °dH). WaterScore: Leipzig 97 / 100, München 100 / 100. Verbindliche Werte nennt der jeweilige Wasserversorger.
ParameterLeipzigMünchen
Wasserhärte12,2 °dH (mittel)15,8 °dH (hart)
Nitrat18 mg/L6,5 mg/L
WaterScore97 / 100100 / 100
Datenstand31.12.202415.01.2026

Warum sich die Werte unterscheiden

Leipzig: Leipzig bezieht gut drei Viertel seines Trinkwassers aus dem Muldetal östlich der Stadt – aufbereitet in den Wasserwerken Canitz, Thallwitz, Naunhof 1 und 2 sowie Belgershain. Den Rest liefert die Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz (Wasserwerk Torgau-Ost). Im Einzugsgebiet des Wasserwerks Canitz betreiben die Kommunalen Wasserwerke Leipzig seit Jahren ökologische Landwirtschaft zum Grundwasserschutz. Leipzig-weit liegt das Wasser im mittleren bis harten Härtebereich (8,1–17,4 °dH je Versorgungszone); mehrere Wasserwerke desinfizieren mit Chlor oder Chlordioxid.

München: München bezieht sein Trinkwasser als Quell- und Grundwasser aus dem Mangfalltal, dem Loisachtal und der Münchner Schotterebene. Es wird ohne Aufbereitungsstoffe verteilt. Die Stadtwerke München analysieren monatlich über 1.200 mikrobiologische und rund 40 chemische Proben aus Fassungen, Zuleitungen, Behältern und Rohrnetz.

Der Härteunterschied hängt an der Herkunft: Wasser aus Talsperren und Urgestein ist weich, Grund- und Uferfiltratwasser aus Kalk- und Lockergestein nimmt mehr Calcium und Magnesium auf und ist härter.

Häufige Fragen

Wo ist das Leitungswasser härter – Leipzig oder München?

München hat das härtere Wasser (15,8 °dH, Bereich „hart") gegenüber Leipzig (12,2 °dH, „mittel"). In München lohnt sich eine höhere Entkalker-Dosierung und regelmäßiges Entkalken von Wasserkocher und Kaffeemaschine.

Welche Stadt hat den besseren WaterScore?

München liegt mit 100 von 100 vorn (Leipzig 97, München 100). Der Score gewichtet, wie weit die gemessenen Werte von den TrinkwV-Grenzwerten entfernt sind.

Kann man das Leitungswasser in Leipzig und München trinken?

Laut den geprüften Werten ja: In beiden Städten halten alle geprüften Parameter mit Grenzwert die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. In Leipzig (18 mg/L) liegt der Nitratwert höher als in vielen anderen geprüften Städten – unter dem Grenzwert von 50 mg/L, aber für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ein Vorsorgethema.

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