Zuerst: Was Sie gar nicht testen müssen

Ihr Wasserversorger untersucht das Trinkwasser regelmäßig nach der Trinkwasserverordnung und veröffentlicht die Ergebnisse. Werte wie Härte, Nitrat, PFAS oder Uran stehen deshalb in seiner Trinkwasseranalyse. Für viele Städte zeigen wir sie mit Quelle und Messdatum über die PLZ-Suche. Einen eigenen Test brauchen Sie dafür nicht.

Wann ein eigener Test sinnvoll ist

Der Versorger ist bis zum Hausanschluss zuständig; für die Leitungen im Haus ist der Eigentümer verantwortlich. Ein eigener Test lohnt sich deshalb vor allem, wenn:

Selbsttest oder Labor?

TestGeeignet fürNicht geeignet für
Teststreifen, einfache Heimsetsgrobe Orientierung zu Härte oder pH-WertBlei, PFAS, belastbare Nachweise
LaboranalyseBlei, Kupfer, Brunnenwasser, Nachweis gegenüber dem Vermieter–

PFAS lassen sich mit Heimtests nicht bestimmen; dafür braucht es ein spezialisiertes Labor. Ob das nötig ist, hängt fast immer vom Wert Ihres Versorgers ab.

Richtig Proben nehmen

Für Blei ist die Probenahme entscheidend. Das Umweltbundesamt beschreibt: Vor der Untersuchung soll das Wasser mindestens vier Stunden in der Leitung stehen (UBA). Das zeigt, wie viel Blei aus den Leitungen ins stehende Wasser übergeht. Welches Labor geeignet ist und wie Sie die Probe nehmen, erfahren Sie beim Gesundheitsamt oder beim Labor selbst.

Was ein Test kostet

Die Preise hängen vom Umfang ab: Ein Einzelwert wie Blei ist günstiger als eine Untersuchung vieler Parameter. Vergleichen Sie vorab, was im Preis enthalten ist, und fragen Sie, ob das Labor für Trinkwasser akkreditiert ist.

Wenn der Test auffällig ist

Ein Filter ist in keinem dieser Fälle die erste Antwort. Wann sich ein Gerät überhaupt lohnt, klärt die Entscheidungshilfe: Brauche ich einen Filter?.

Fazit

Die meisten Werte kennt Ihr Versorger bereits. Ein eigener Test lohnt sich vor allem für das, was er nicht messen kann: die Leitungen in Ihrem Haus und Ihren eigenen Brunnen.