Warum Wasser selbst testen?

Die Wasserwerke testen nur bis zur Wasseruhr. Was in Ihren Hausleitungen passiert, wissen Sie nicht. Gründe für einen Selbsttest:

Arten von Wassertests

1. Schnelltests (Teststreifen)

Vorteile:

Nachteile:

Geeignet für: pH-Wert, Härte, Chlor, Nitrat

2. Profi-Heimtests (Kolorimetrie)

Vorteile:

Nachteile:

Geeignet für: Blei, Kupfer, Nitrat, Bakterien

3. Laboranalyse (Einsendung)

Vorteile:

Nachteile:

Geeignet für: Umfassende Analyse, Verdacht auf PFAS

Schritt-für-Schritt Anleitung

Probennahme (wichtig!)

  1. Wasserhahn reinigen - Kein Kalk oder Schmutz
  2. Wasser laufen lassen - Je nach Test: entweder Stagnationsprobe (morgens) oder Fließprobe (nach 3 Min.)
  3. Sauberes Gefäß - Nur mitgelieferte Behälter verwenden
  4. Schnell versenden - Bei Laborproben innerhalb 24h

Interpretation der Ergebnisse

ParameterGrenzwertHandlungsbedarf ab
Blei10 µg/L (ab 12.01.2028: 5 µg/L)2 µg/L
Nitrat50 mg/L25 mg/L (Babys: 10 mg/L)
PFAS-Summe-20100 ng/L (seit 12.01.2026)50 ng/L (Vorsorge; ab 12.01.2028 zusätzlich PFAS-4 ≤ 20 ng/L bindend)
Kupfer2 mg/L1 mg/L
Bakterien0 KBE/100mlJeder Nachweis

Fazit

Für eine erste Orientierung reichen Schnelltests. Bei konkretem Verdacht oder Risikogruppen im Haushalt empfehlen wir eine Laboranalyse - besonders auf PFAS.