Die neue Trinkwasserverordnung 2026

Am 12. Januar 2026 treten weitreichende Änderungen der Trinkwasserverordnung in Kraft. Deutschland setzt damit die EU-Trinkwasserrichtlinie 2020/2184 um.

Die wichtigsten Neuerungen

1. Neue Grenzwerte

StoffAltNeu 2026
PFAS-20 Summe-100 ng/L
Bisphenol A-2,5 µg/L
Chlorat-0,25 mg/L
Chlorit-0,25 mg/L
Microcystin-LR-1 µg/L

Zwei weitere Verschärfungen sind bereits beschlossen, kommen aber erst zum 12. Januar 2028: die Summe PFAS-4 (20 ng/L, PFOA/PFOS/PFNA/PFHxS) als zusätzlicher, strengerer PFAS-Wert und der Bleigrenzwert, der von 10 auf 5 µg/L sinkt. Bis dahin gelten weiterhin die alten Werte.

2. Risikobewertung des gesamten Systems

Neu: Wasserversorger müssen das gesamte Versorgungssystem bewerten - von der Quelle bis zum Wasserhahn.

Einschließlich:

3. Informationspflichten erweitert

Wasserversorger müssen bereitstellen:

4. Bleirohre-Regelung

Bis 12. Januar 2026: Alle Bleirohre müssen entfernt sein!

Betrifft:

5. Neue Parameter für Überwachung

Erstmals überwacht:

Auswirkungen für Verbraucher

Mehr Transparenz

Strengere Kontrollen

Höhere Wasserpreise?

Experten erwarten moderate Preiserhöhungen von 5-15% bis 2030 aufgrund:

Auswirkungen für Vermieter

Pflichten

  1. Bleirohre entfernen bis 12.01.2026
  2. Legionellenprüfung jährlich (bei > 3 WE)
  3. Information der Mieter über Wasserqualität
  4. Haftung bei nachgewiesenen Gesundheitsschäden

Fristen beachten!

Fazit

Die TrinkwV 2026 ist ein Meilenstein für den Verbraucherschutz. Besonders die PFAS-Grenzwerte werden viele Wasserversorger vor Herausforderungen stellen - für Verbraucher bedeutet das mehr Sicherheit.