Warum Wartung so wichtig ist
Ein überfälliger Filter kann mehr schaden als nutzen. Die Verbraucherzentrale warnt, dass Trinkwasser schnell verkeimt, wenn es zu lange im Behälter steht oder mit alten Filtern in Kontakt kommt (Verbraucherzentrale). Die US-Umweltbehörde EPA betont: Filter wirken nur, wenn sie nach Herstellerangabe gewechselt werden; ein versäumter Wechsel kann die Belastung sogar erhöhen (EPA).
Vorab: Brauchen Sie den Filter überhaupt? Das Umweltbundesamt hält eine Nachbehandlung von Trinkwasser im Regelfall für nicht notwendig (UBA). Wer keinen konkreten Anlass hat, spart sich mit dem Filter auch die Wartung.
Filterkanne
- Kartusche nach Herstellerangabe wechseln – bei Brita zum Beispiel nach bis zu vier Wochen oder 150 Litern (Brita).
- Gefiltertes Wasser kühl lagern, am besten im Kühlschrank, und zügig verbrauchen.
- Kanne regelmäßig reinigen.
- Nach längerer Abwesenheit: Kartusche nach Herstellerangabe spülen oder tauschen.
Hahnaufsatz und Untertisch-Aktivkohlefilter
- Wechselintervall laut Hersteller einhalten; bei geringer Nutzung nicht verlängern.
- Dichtungen und Anschlüsse auf Undichtigkeit prüfen.
Umkehrosmose
- Vorfilter, Aktivkohlestufe und Membran haben eigene Wechselintervalle; die Membran hält meist deutlich länger als die Vorfilter. Maßgeblich ist die Angabe des Herstellers.
- Einen Vorratstank nach Herstellerangabe reinigen und desinfizieren.
Allgemeine Regeln
- Wechseltermine notieren oder eine Erinnerung stellen.
- Nur passende Ersatzkartuschen verwenden.
- Vor dem Wechsel die Hände waschen, neue Kartuschen nach Anleitung spülen.
- Alte Kartuschen nicht „reinigen“ und wiederverwenden.
Fazit
Ein Filter ist nur so gut wie seine Wartung. Wer die Intervalle einhält und das gefilterte Wasser kühl lagert, vermeidet das größte Risiko: einen Filter, der selbst verkeimt.