Was ist Wasserhärte?
Die Wasserhärte beschreibt den Gehalt an Calcium und Magnesium im Wasser. Sie wird in °dH (Grad deutscher Härte) gemessen.
Härtebereiche
| Bereich | °dH | Bezeichnung |
|---|---|---|
| 1 | < 8,4 | Weich |
| 2 | 8,4-14 | Mittel |
| 3 | > 14 | Hart |
Regionale Verteilung
Hartes Wasser (> 14°dH):
- Bayern (besonders München: 16-19°dH)
- Baden-Württemberg
- Teile von NRW
Weiches Wasser (< 8°dH):
- Schleswig-Holstein
- Hamburg
- Schwarzwald
- Erzgebirge
Auswirkungen im Haushalt
Nachteile von hartem Wasser
- Kalkablagerungen in Geräten
- Höherer Waschmittelbedarf (Dosierung nach Härtebereich)
- Kürzere Lebensdauer von Waschmaschinen, Wasserkochern
- Matte Armaturen und Fliesen
Gesundheitliche Aspekte
Calcium und Magnesium
Entgegen populärer Meinung ist hartes Wasser nicht ungesund:
- Calcium und Magnesium sind essenzielle Mineralien
- Beitrag zur Mineralstoffversorgung
- Kein negativer Einfluss auf Nierensteine (Mythos!)
Wann Enthärtung sinnvoll ist
Nach dem Umweltbundesamt sind Enthärtungsanlagen „in Versorgungsgebieten mit harten Trinkwässern von Vorteil, wenn beim Betrieb von technischen Geräten Störungen zu erwarten sind (z. B. Inkrustierungen im Warmwasserbereich)“ (UBA). Aus Gesundheitsgründen ist eine Enthärtung nicht nötig. Geräte sollten nach dem technischen Regelwerk geprüft und zertifiziert sein und regelmäßig gewartet werden. Bei weichem Wasser brauchen Sie weder Enthärtung noch Kalkschutz.
Ob sich bei Ihrer Härte ein Gerät lohnt, klärt die Entscheidungshilfe.
Fazit
Wasserhärte ist ein Komfort- und Kostenfaktor, kein Gesundheitsrisiko. Wie hart Ihr Wasser ist, zeigt die PLZ-Suche oder die Wasserhärte-Karte.