PFAS-Test fürs Trinkwasser: erst den Wert Ihres Versorgers prüfen
Bevor Sie Ihr Trinkwasser auf PFAS testen lassen: Für viele Orte ist der Wert schon veröffentlicht. Hier sehen Sie ihn für jeden von uns ausgewerteten Ort – und was Sie tun können, wenn er fehlt.
Kurz gesagt: Seit dem 12.01.2026 gilt für die Summe PFAS-20 ein Grenzwert von 0,1 µg/l (100 ng/l). Ab dem 12.01.2028 gilt zusätzlich ein Grenzwert von 0,02 µg/l (20 ng/l) für die Summe der vier Stoffe PFOA, PFOS, PFNA und PFHxS – er ersetzt den PFAS-20-Wert nicht. Von 762 ausgewerteten Orten nennen 296 einen PFAS-Wert (120 einen Messwert, 176 unter der Nachweisgrenze), 466 keinen. Keiner der genannten Messwerte liegt über dem Grenzwert. PFAS gelangen nicht über die Leitungen im Haus ins Wasser – ein eigener Test lohnt sich vor allem, wenn kein Wert veröffentlicht ist oder Sie einen eigenen Brunnen haben.
Werte ab Wasserwerk aus dem neuesten ausgewerteten Prüfbericht, mit Stand; je Ort der neueste genannte Wert, gleich für welche Versorgungszone. Ihr Ort fehlt? Dann haben wir seinen Bericht noch nicht ausgewertet – die Datenabdeckung zeigt, welche Orte fehlen.
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Anfrage an Ihren Versorger
Ihr Wasserversorger muss nach § 46 TrinkwV über die Wasserqualität informieren. Diesen Text können Sie kopieren und per E-Mail oder Kontaktformular senden:
Kopiert.
Sie haben eine Antwort oder einen neueren Bericht bekommen? Schicken Sie uns den Link über das Kontaktformular – wir prüfen ihn gegen das Original und ergänzen die Stadtseite.
Wann ein eigener PFAS-Test sinnvoll ist
PFAS-Test am eigenen Hahn: wann er etwas Neues zeigt
Ihre Lage
Was wir empfehlen
Der Prüfbericht nennt einen aktuellen PFAS-Wert
Kein eigener Test nötig: PFAS kommen nicht aus den Leitungen im Haus, am Hahn kommt im Wesentlichen das Wasser ab Werk an.
Der Prüfbericht nennt keinen PFAS-Wert
Zuerst beim Versorger nachfragen (Vorlage oben). Kommt keine Antwort, ist ein Labortest eine Möglichkeit.
Der Wert stammt aus der Zeit vor dem 12. Januar 2026
Nach einem neueren Bericht fragen; seitdem gilt der Grenzwert, und Versorger müssen PFAS-20 untersuchen.
Eigener Brunnen
Es gibt keinen Prüfbericht eines Versorgers – ein Labortest ist der einzige Weg. Was Ihr Gesundheitsamt verlangt, erfahren Sie dort.
Teststreifen oder Schnelltests für PFAS gibt es nicht: Die Stoffe liegen im Nanogramm-Bereich und lassen sich nur im Labor bestimmen (in der Regel per Flüssigchromatografie mit Massenspektrometrie). Achten Sie darauf, dass ein Labortest die 20 Stoffe der Trinkwasserverordnung misst – nur dann ist das Ergebnis mit dem Grenzwert vergleichbar.
PFAS-Ergebnis richtig lesen
PFAS-20 und PFAS-4: Die Summe PFAS-20 (Grenzwert 0,1 µg/l seit 12. Januar 2026) umfasst 20 Stoffe. Ab 12. Januar 2028 gilt zusätzlich 0,02 µg/l für die Summe der vier Stoffe PFOA, PFOS, PFNA und PFHxS. Der zweite Wert ersetzt den ersten nicht.
µg/l und ng/l: 1 µg/l sind 1.000 ng/l. Der Grenzwert 0,1 µg/l entspricht 100 ng/l. Viele Laborberichte nennen ng/l.
„<“-Werte: Ein Wert wie „< 0,01“ heißt: unter der Nachweis- oder Bestimmungsgrenze des Labors. Prüfen Sie, ob die Grenze für die Summe oder für jeden Einzelstoff gilt.
Mittelwert oder Einzelprobe: Manche Versorger nennen den Median oder Mittelwert mehrerer Proben. Wir schreiben auf jeder Stadtseite dazu, welche Art von Wert es ist.
Der höchste Messwert unter den ausgewerteten Orten: Hilden mit 0,042 µg/l (42 % des Grenzwerts), Mittelwert mehrerer Proben. Alle Werte zeigt die PFAS-Karte.
Häufige Fragen zum PFAS-Test
Wie teste ich mein Trinkwasser auf PFAS?
Sehen Sie zuerst nach, ob der Prüfbericht Ihres Wasserversorgers einen PFAS-Wert nennt – PFAS kommen aus dem Rohwasser, nicht aus den Leitungen im Haus. Nennt er keinen, fragen Sie nach § 46 TrinkwV nach. Ein Labortest am eigenen Hahn lohnt sich vor allem ohne veröffentlichten Wert oder bei einem eigenen Brunnen; Schnelltests oder Teststreifen für PFAS gibt es nicht.
Welcher PFAS-Grenzwert gilt für Trinkwasser?
Seit dem 12.01.2026 gilt für die Summe PFAS-20 ein Grenzwert von 0,1 µg/l (100 ng/l). Ab dem 12.01.2028 gilt zusätzlich ein Grenzwert von 0,02 µg/l (20 ng/l) für die Summe der vier Stoffe PFOA, PFOS, PFNA und PFHxS – er ersetzt den PFAS-20-Wert nicht.
Heißt „kein PFAS-Wert im Prüfbericht“, dass das Wasser PFAS-frei ist?
Nein. Ein fehlender Wert sagt nur, dass der veröffentlichte Bericht den Stoff nicht nennt – nicht, dass nicht gemessen wurde, und nicht, dass kein PFAS enthalten ist.
Was bedeutet „unter der Nachweisgrenze“ bei PFAS?
Das Labor konnte die Stoffe mit seiner Methode nicht nachweisen. Das ist keine Null: Die angegebene Grenze („< …“) ist bei manchen Berichten die Grenze der Summe, bei anderen die je Einzelstoff.
Hilft ein Filter gegen PFAS?
Liegt der PFAS-Wert Ihres Versorgers deutlich unter dem Grenzwert, brauchen Sie keinen Filter. Umkehrosmose hält PFAS weitgehend zurück, Aktivkohle-Blockfilter verringern sie, lassen kurzkettige PFAS aber eher durch (US-Umweltbehörde EPA). Wie gut ein bestimmtes Gerät wirkt, zeigt nur eine unabhängige Prüfung, etwa nach NSF/ANSI 53 oder 58.
Quellen: Trinkwasserverordnung (TrinkwV 2023), Anlage 2 Teil I und § 46; Auswertung der veröffentlichten Prüfberichte durch Trinkwassermonitor, Methodik.
KI-Assistent
KI – kann Fehler machen
KI-Assistent (Sprachmodell) · kann Fehler machen · ersetzt keine Auskunft des Wasserversorgers