Trinkwasser-Monitor2026 PLZ analysieren

PFAS im Trinkwasser in Deutschland

Themen-Überblick · Grenzwerte nach TrinkwV 2023

PFAS Ewigkeitschemikalien
Kurzantwort: PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) sind schwer abbaubare Industriechemikalien. Seit dem 12. Januar 2026 gilt in Deutschland ein Grenzwert von 0,10 µg/L für die Summe PFAS-20; ab dem 12. Januar 2028 kommt ein strengerer Wert von 0,020 µg/L für die Summe PFAS-4 hinzu. Die meisten Wasserwerke liegen deutlich darunter; regionale Vorbelastungen sind an einzelnen Standorten dokumentiert.

Interaktiv: PFAS-Karte Deutschland – gemessene Summe-PFAS-20-Werte einzelner Städte und dokumentierte regionale Schwerpunkte.

Was sind PFAS?

PFAS ist der Sammelbegriff für mehrere tausend synthetische Verbindungen mit sehr stabilen Kohlenstoff-Fluor-Bindungen. Sie wurden und werden in Beschichtungen, Löschschäumen, Papier und Textilien eingesetzt. Weil sie in der Umwelt kaum abgebaut werden, heißen sie umgangssprachlich „Ewigkeitschemikalien“.

Ins Grundwasser gelangen PFAS vor allem über belastete Flächen (z. B. mit PFAS-haltigem Klärschlamm oder Kompost gedüngte Äcker), über Löschschaum-Altlasten auf Flug- und Übungsplätzen sowie über industrielle Einleitungen.

Grenzwerte nach Trinkwasserverordnung

Die 2023 novellierte Trinkwasserverordnung führt zwei PFAS-Summenparameter ein. Seit dem 12. Januar 2026 gilt für die „Summe PFAS-20“ ein Grenzwert von 0,10 µg/L (100 ng/L). Ab dem 12. Januar 2028 kommt für die „Summe PFAS-4“ (PFOA, PFOS, PFNA, PFHxS) ein strengerer Grenzwert von 0,020 µg/L (20 ng/L) hinzu.

Die Wasserversorger untersuchen seit dem Stichtag darauf und müssen den Grenzwert einhalten. Viele Analysen weisen PFAS unterhalb der Bestimmungsgrenze aus.

Welche Regionen sind betroffen?

Eine niedrige PFAS-Hintergrundbelastung ist bundesweit verbreitet. Höhere Werte sind an bekannten Eintragsschwerpunkten dokumentiert – am ausführlichsten für den Raum Mittelbaden / Landkreis Rastatt und Baden-Baden, wo PFAS-haltiges Material auf landwirtschaftliche Flächen aufgebracht wurde.

Ob Ihre Region betroffen ist, zeigt am zuverlässigsten die aktuelle Trinkwasseranalyse Ihres Versorgers. Wo wir geprüfte Analysen vorliegen haben, finden Sie die PFAS-Werte direkt auf der jeweiligen Ortsseite.

Was können Sie tun?

Verfolgen Sie die Veröffentlichungen Ihres Wasserversorgers und der zuständigen Umweltbehörde zu den neuen PFAS-Grenzwerten. Die Werte stehen in der jährlichen Trinkwasseranalyse, die jeder Versorger auf Anfrage oder online bereitstellt.

Auf Haushaltsebene können Aktivkohle- und Umkehrosmose-Filter PFAS reduzieren; die Wirksamkeit hängt stark vom konkreten Gerät und der Wartung ab. Eine Laboranalyse des eigenen Hahns schafft Klarheit, ob überhaupt Handlungsbedarf besteht.

Geprüfte Werte für einzelne Orte

Summe PFAS-20 in Orten, für die uns eine quellenbelegte Analyse vorliegt – aufsteigend sortiert. Jede Zeile führt zur vollständigen Auswertung:

OrtSumme PFAS-20Einordnung
Flensburg0 µg/L0 % vom Grenzwert
Nürnberg0,001 µg/L1 % vom Grenzwert
Potsdam< 0,001 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Düsseldorf0,001 µg/L1 % vom Grenzwert
Augsburg< 0,001 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Wiesbaden0,001 µg/L1 % vom Grenzwert
Braunschweig< 0,001 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Lübeck< 0,001 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Kaiserslautern< 0,001 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Worms< 0,001 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Wolfsburg< 0,001 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Ingolstadt< 0,001 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Speyer< 0,001 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Kempten (Allgäu)< 0,001 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Ludwigsfelde< 0,001 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Frankenthal (Pfalz)< 0,001 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Bremen< 0,002 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Stuttgart0,002 µg/L2 % vom Grenzwert
Bremerhaven< 0,002 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Gera0,002 µg/L2 % vom Grenzwert
Chemnitz< 0,002 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Remscheid0,002 µg/L2 % vom Grenzwert
Minden< 0,002 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Esslingen am Neckar0,002 µg/L2 % vom Grenzwert
Konstanz0,003 µg/L3 % vom Grenzwert
Villingen-Schwenningen0,003 µg/L3 % vom Grenzwert
Brandenburg an der Havel0,003 µg/L3 % vom Grenzwert
Friedrichshafen0,003 µg/L3 % vom Grenzwert
Darmstadt< 0,004 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Ludwigshafen am Rhein0,004 µg/L4 % vom Grenzwert
Offenburg0,004 µg/L4 % vom Grenzwert
Mainz0,005 µg/L5 % vom Grenzwert
Wuppertal0,005 µg/L5 % vom Grenzwert
Frankfurt (Oder)< 0,005 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Göttingen0,005 µg/L5 % vom Grenzwert
Reutlingen0,005 µg/L5 % vom Grenzwert
Rosenheim< 0,005 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Trier0,006 µg/L6 % vom Grenzwert
Viersen0,006 µg/L6 % vom Grenzwert
Neu-Ulm0,006 µg/L6 % vom Grenzwert
Krefeld0,007 µg/L7 % vom Grenzwert
Rheine0,007 µg/L7 % vom Grenzwert
Gütersloh0,007 µg/L7 % vom Grenzwert
Passau0,007 µg/L7 % vom Grenzwert
Oldenburg0,008 µg/L8 % vom Grenzwert
Düren0,008 µg/L8 % vom Grenzwert
Solingen0,009 µg/L9 % vom Grenzwert
Berlin0,01 µg/L10 % vom Grenzwert
Ulm0,01 µg/L10 % vom Grenzwert
Osnabrück< 0,01 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Duisburg0,012 µg/L12 % vom Grenzwert
Tübingen0,012 µg/L12 % vom Grenzwert
Bamberg0,013 µg/L13 % vom Grenzwert
Hamm0,013 µg/L13 % vom Grenzwert
Köln0,014 µg/L14 % vom Grenzwert
Bergisch Gladbach0,014 µg/L14 % vom Grenzwert
Pulheim0,014 µg/L14 % vom Grenzwert
Schwerin< 0,015 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Linnich0,015 µg/L15 % vom Grenzwert
Neuwied0,015 µg/L15 % vom Grenzwert
Münster0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Recklinghausen0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Mönchengladbach0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Heidelberg0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Gelsenkirchen0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Haltern am See0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Herten0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Oer-Erkenschwick0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Waltrop0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Olfen0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Lüdinghausen0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Senden (Westfalen)0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Havixbeck0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Altenberge0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Datteln0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Marl0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Billerbeck0,018 µg/L18 % vom Grenzwert
Offenbach am Main0,019 µg/L19 % vom Grenzwert
Schortens< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Wittmund< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Jever< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Kiel< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Varel< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Hamburg< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Esens< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Greifswald< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Südbrookmerland< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Aurich< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Krummhörn< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Dornum< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Wiesmoor< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Siegen< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Bassum< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Damme< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Cloppenburg< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Löningen< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Wildeshausen< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Twistringen< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Bergkamen0,02 µg/L20 % vom Grenzwert
Dinklage< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Lohne (Oldenburg)< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Brake (Unterweser)< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Elsfleth< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Nordenham< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Welver0,02 µg/L20 % vom Grenzwert
Friesoythe< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Westerstede< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Delmenhorst< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Freudenstadt< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Norden< 0,02 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Kamen0,02 µg/L20 % vom Grenzwert
Werne0,02 µg/L20 % vom Grenzwert
Drensteinfurt0,02 µg/L20 % vom Grenzwert
Ascheberg0,02 µg/L20 % vom Grenzwert
Norderstedt< 0,021 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Neuss0,024 µg/L24 % vom Grenzwert
Neukirchen-Vluyn0,025 µg/L25 % vom Grenzwert
Moers0,025 µg/L25 % vom Grenzwert
Lörrach0,026 µg/L26 % vom Grenzwert
Mannheim0,028 µg/L28 % vom Grenzwert
Herne0,028 µg/L28 % vom Grenzwert
Castrop-Rauxel0,028 µg/L28 % vom Grenzwert
München< 0,03 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Görlitz< 0,03 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Nordhausen< 0,03 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Gotha< 0,03 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Wismar< 0,03 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Neumünster< 0,03 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Frankfurt am Main0,031 µg/L31 % vom Grenzwert
Witten0,033 µg/L33 % vom Grenzwert
Langenfeld (Rheinland)0,04 µg/L40 % vom Grenzwert
Dessau-Roßlau< 0,1 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze
Paderborn< 0,1 µg/Lunter der Bestimmungsgrenze

Häufige Fragen

Ab wann gilt der PFAS-Grenzwert im Trinkwasser?

Der Grenzwert von 0,10 µg/L für die Summe PFAS-20 gilt seit dem 12. Januar 2026. Ein strengerer Wert von 0,020 µg/L für die Summe PFAS-4 folgt ab dem 12. Januar 2028.

Ist PFAS im deutschen Leitungswasser gefährlich?

Das lässt sich nur anhand konkreter Messwerte für Ihren Versorger beurteilen. Die meisten Wasserwerke halten die neuen Grenzwerte ein; einzelne Regionen mit bekannten Eintragsquellen berichten gesondert.

Wie erfahre ich die PFAS-Werte für meine Stadt?

Über die aktuelle Trinkwasseranalyse Ihres Versorgers. Für Orte mit geprüften Analysen zeigen wir die PFAS-Werte auf der jeweiligen Trinkwasser-Ortsseite.

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