Kurz gesagt
Beide Filterkannen verringern laut Herstellern vor allem Kalk und Chlor. Zur Entfernung von PFAS machen weder Brita noch BWT eine Angabe. Gesundheitlich nötig ist ein Tischfilter für Leitungswasser in Deutschland in der Regel nicht (Verbraucherzentrale, Stand 07.08.2026).
Wichtig: Wir haben die Geräte nicht selbst getestet. Alle Leistungsangaben unten stammen von den Herstellern.
Was die Hersteller angeben
| Angabe | Brita Maxtra Pro | BWT Magnesium Mineralized |
|---|---|---|
| Verfahren laut Hersteller | Ionenaustauscher und Aktivkohle | auf der Produktseite nicht näher beschrieben |
| Verringert laut Hersteller | Härte (Kalk), Kupfer, Blei, Chlor und Chlorverbindungen | Calcium (Kalk), Chlor, geschmacksstörende Stoffe |
| Besonderheit | – | reichert das Wasser mit Magnesium an |
| Kartuschenwechsel | bis zu vier Wochen oder 150 Liter | laut Packungsangabe |
| PFAS | keine Angabe | keine Angabe |
Quellen: Brita, FAQ zu Filterkartuschen, BWT, Magnesium Mineralized Water.
Was Tischfilter nicht leisten
- PFAS: Beide Hersteller machen dazu keine Angabe. In einer US-Studie entfernten Aktivkohlefilter wie Kannen PFAS im Schnitt zu 73 %, mit großen Unterschieden zwischen den Geräten (Herkert et al. 2020). Liegen die PFAS-Werte Ihres Versorgers deutlich unter dem Grenzwert, spielt das ohnehin keine Rolle.
- Nitrat: Dazu machen beide Hersteller keine Angabe.
- Bleileitungen: Das Umweltbundesamt hält Filter zur Bleientfernung für nicht sinnvoll (UBA). Bei Verdacht hilft eine Laboranalyse; zuständig für die Leitungen ist der Eigentümer.
- Babynahrung: Wasser aus Haushaltsfiltern soll dafür nicht verwendet werden (Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit).
Hygiene: darauf kommt es an
Die Verbraucherzentrale warnt: Trinkwasser sei „ein verderbliches Lebensmittel, das schnell verkeimt, wenn es zu lange im Behälter steht oder mit alten Filtern in Kontakt kommt“. Sie rät, die Kartusche regelmäßig zu wechseln, den Filter regelmäßig zu reinigen und ihn im Kühlschrank aufzubewahren. Auch Brita empfiehlt, gefiltertes Wasser kühl zu lagern, etwa im Kühlschrank. Die Verbraucherzentrale verweist außerdem auf einen Test der Stiftung Warentest von 2022 mit dem Fazit „überflüssig bis schädlich“.
Wann ein Tischfilter sinnvoll sein kann
- Ihr Wasser ist hart, und Kalk in Wasserkocher oder Kaffeemaschine stört Sie.
- Ihnen schmeckt das Leitungswasser nicht, etwa wegen Chlor.
Nicht sinnvoll ist er als Gesundheitsschutz, wenn die Werte Ihres Versorgers unauffällig sind. Wie hart Ihr Wasser ist, zeigt die PLZ-Suche oder die Wasserhärte-Karte.
Fazit
Brita und BWT arbeiten ähnlich und zielen auf Kalk und Geschmack. Welche Kanne besser ist, hängt vor allem von Ihren Vorlieben und den Kartuschenkosten ab. Einen gesundheitlichen Vorteil gegenüber gutem Leitungswasser belegen die Herstellerangaben nicht. Ob sich überhaupt ein Gerät lohnt, klärt die Entscheidungshilfe: Brauche ich einen Filter?.