Das unterschätzte Risiko

Private Brunnen unterliegen NICHT der Trinkwasserverordnung - nur wenn Wasser an Dritte abgegeben wird. Sie sind selbst verantwortlich für die Qualität!

Was bekannt ist

Typische Belastungen in Agrargebieten

1. Nitrat

Ursachen:

Grenzwert: 50 mg/L (für Babys: 10 mg/L)

Typische Werte in Agrargebieten: 80-200 mg/L

2. Pestizide

Häufig gefunden:

Grenzwert: 0,1 µg/L pro Einzelstoff

Typische Werte: 0,3-2 µg/L

3. Tierarzneimittel

4. Fäkalbakterien

Bei undichten Brunnenköpfen oder zu geringem Grundwasserstand.

Brunnen-Check: Risikofaktoren

Hohes Risiko:

Niedrigeres Risiko:

Empfohlene Analysen

Mindestumfang (jährlich)

Erweiterte Analyse (alle 3 Jahre)

Kosten

Aufbereitung für Brunnenwasser

Welche Aufbereitung nötig ist, hängt allein vom Laborergebnis ab – kaufen Sie keine Anlage auf Verdacht, und lassen Sie sich vom Gesundheitsamt oder einem Fachbetrieb beraten. Grundsätzlich gilt:

  1. Sedimentfilter halten Partikel und Trübung zurück
  2. Aktivkohle kann organische Stoffe wie manche Pestizide verringern
  3. Umkehrosmose verringert auch Nitrat

Wichtig: Brunnen mit Nachweis von Fäkalbakterien dürfen nicht als Trinkwasser verwendet werden – auch nicht mit Filter.