4.736 Messwerte von 160 Wasserversorgern aus 16 Bundesländern · Datenstand 23.09.2026
Als PDF: Trinkwasser-Report 2026 herunterladen (3 Seiten) · Rohdaten: CSV und JSON (CC BY 4.0)
In keiner der 245 Städte liegt ein veröffentlichter Wert über einem heute geltenden Grenzwert der Trinkwasserverordnung. Das betrifft jeden Wert mit Grenzwert in den Prüfberichten, nicht nur die bekannten Stoffe. Coliforme Bakterien (Grenzwert 0 je 100 ml) waren in allen 124 Berichten, die sie nennen, nicht nachweisbar.
Für Blei und Arsen sinken die Grenzwerte. Die Tabelle zeigt, welche Städte schon heute einen Wert über dem künftigen Grenzwert melden.
| Stoff | heute | künftig | Städte mit Wert | unter Bestimmungsgrenze | über dem künftigen Wert |
|---|---|---|---|---|---|
| Blei | 0,01 mg/l | 0,005 mg/l | 224 | 219 | keine |
| Arsen | 0,01 mg/l | 0,004 mg/l | 192 | 161 | Glauchau (Neue Behälterzone): 0,007 mg/l |
Blei gelangt fast nur über alte Leitungen im Haus ins Wasser. Ein Wert unter der Bestimmungsgrenze am Wasserwerk sagt deshalb nichts über einen Altbau mit Bleileitungen.
Seit 12.01.2026 gilt für die Summe von 20 PFAS ein Grenzwert von 0,1 µg/l. Trotzdem nennen nur 140 von 245 Prüfberichten (57 %) diese Summe; 67 davon melden sie unter der Bestimmungsgrenze.
| Höchste PFAS-20-Summen | Wert | Anteil am Grenzwert |
|---|---|---|
| Langenfeld (Rheinland) | 0,04 µg/l | 40 % |
| Witten | 0,033 µg/l | 33 % |
| Frankfurt am Main | 0,031 µg/l | 31 % |
| Castrop-Rauxel | 0,0283 µg/l | 28 % |
| Herne | 0,0283 µg/l | 28 % |
Ab 12.01.2028 kommt der Grenzwert für die Summe PFAS-4 hinzu: 0,02 µg/l. In 108 Städten liegt schon die Summe aller 20 Stoffe darunter. Die vier Stoffe der PFAS-4-Summe (PFOA, PFOS, PFNA, PFHxS) gehören auch zur PFAS-20-Summe. Liegt schon die PFAS-20-Summe unter dem PFAS-4-Grenzwert, liegt die PFAS-4-Summe sicher darunter. Für die übrigen Städte lässt sich das aus der veröffentlichten Summe nicht ablesen.
Der Median liegt bei 8,7 mg/l (Grenzwert 50 mg/l, 245 Städte mit Wert). 10 Städte erreichen die Hälfte des Grenzwerts oder mehr:
| Stadt | Nitrat | Anteil am Grenzwert |
|---|---|---|
| Thalheim/Erzgeb. (Niederzone) | 38 mg/l | 76 % |
| Treuen | 36 mg/l | 72 % |
| Würzburg | 35,9 mg/l | 72 % |
| Neuss | 34,83 mg/l | 70 % |
| Velen | 30,7 mg/l | 61 % |
| Regensburg | 30 mg/l | 60 % |
| Viersen | 28,6 mg/l | 57 % |
| Straubing | 27,9 mg/l | 56 % |
| Ravensburg | 26 mg/l | 52 % |
| Gießen | 25,7 mg/l | 51 % |
Von 244 Städten mit Härte-Wert haben 109 weiches, 77 mittelhartes und 58 hartes Wasser. Am weichsten: Rodewisch 2,2 °dH, Lüdenscheid 2,3 °dH, Freudenstadt 2,9 °dH, Falkenstein/Vogtl. 3 °dH, Gotha 3 °dH. Am härtesten: Rüsselsheim am Main 26,07 °dH, Würzburg 25,8 °dH, Minden 25,1 °dH, Ludwigsfelde 22,5 °dH, Straubing 22,3 °dH.
| Bundesland | Median | Bereich | Städte |
|---|---|---|---|
| Mecklenburg-Vorpommern | 19,4 °dH | hart | 6 |
| Berlin | 18,4 °dH | hart | 1 |
| Bayern | 15,8 °dH | hart | 17 |
| Hamburg | 14,76 °dH | hart | 1 |
| Brandenburg | 14,55 °dH | hart | 6 |
| Rheinland-Pfalz | 14,5 °dH | hart | 9 |
| Hessen | 14,24 °dH | hart | 8 |
| Sachsen-Anhalt | 13,3 °dH | mittel | 7 |
| Thüringen | 12,9 °dH | mittel | 6 |
| Baden-Württemberg | 12,25 °dH | mittel | 20 |
| Schleswig-Holstein | 11,9 °dH | mittel | 9 |
| Nordrhein-Westfalen | 8,94 °dH | mittel | 86 |
| Bremen | 8,85 °dH | mittel | 2 |
| Saarland | 8,85 °dH | mittel | 2 |
| Niedersachsen | 6,6 °dH | weich | 36 |
| Sachsen | 4,45 °dH | weich | 28 |
Bei Ländern mit wenigen Städten (Stadtstaaten, Saarland) steht der Median für sehr wenige Werte. Alle Städte einzeln: Wasserhärte-Tabelle (PDF).
Nicht jeder Versorger veröffentlicht dieselben Parameter. So viele der 245 Städte haben einen Wert für die wichtigsten Stoffe:
| Parameter | Städte mit Wert | Anteil |
|---|---|---|
| Nitrat | 245 | 100 % |
| Nitrit | 195 | 80 % |
| Blei | 224 | 91 % |
| Kupfer | 220 | 90 % |
| Arsen | 192 | 78 % |
| Uran | 232 | 95 % |
| PFAS | 140 | 57 % |
Aktualität: 104 Städte mit neuestem Wert aus 2026, 129 Städte mit neuestem Wert aus 2025, 11 Städte mit neuestem Wert aus 2024, 1 Stadt mit neuestem Wert aus 2020. Älter als 2025: Freiburg im Breisgau (01.05.2020), Hanau (01.01.2024), Rüsselsheim am Main (06.09.2024), Kassel (22.10.2024), Dortmund (31.12.2024), Leipzig (31.12.2024), Ludwigsburg (31.12.2024), Münster (31.12.2024), Neu-Ulm (31.12.2024), Tübingen (31.12.2024), Ulm (31.12.2024), Würzburg (31.12.2024).
Grundlage sind dieselben Werte wie auf den Stadtseiten und in den offenen Daten. Verteilungen (Median, Härtebereiche) beruhen je Stadt auf dem Hauptwasser; bekommt eine Stadt je nach Adresse unterschiedliches Wasser, berücksichtigen die Listen mit Einzelwerten alle Wässer. Werte unter der Bestimmungsgrenze zählen als „nicht nachweisbar“, nicht als Zahl. Die Grenzwerte stammen aus der Trinkwasserverordnung vom 20. Juni 2023. Härtebereiche nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz: weich unter 8,4 °dH, mittel bis 14 °dH, hart darüber. Mehr zur Prüfung der Quellen: Methodik.
Zitiervorschlag:
Trinkwassermonitor (2026): Trinkwasser-Report 2026. Auswertung der Prüfberichte von 245 Städten, Datenstand 23.09.2026. https://trinkwassermonitor.ink/downloads/trinkwasser-report-2026/
Nein. Er wertet die 245 Städte aus, für die wir einen datierten Prüfbericht des Wasserversorgers geprüft haben. Das ist keine repräsentative Stichprobe; Aussagen gelten für diese Städte.
Die Werte gelten für das Wasser ab Wasserwerk. Blei, Kupfer und einige andere Stoffe können in alten Leitungen im Haus zunehmen. Das erfasst der Prüfbericht des Versorgers nicht; Klarheit gibt eine Probe am eigenen Wasserhahn.
Ja. Die Messdaten stehen unter CC BY 4.0 und lassen sich als CSV und JSON herunterladen. Bitte nennen Sie die Quelle, zum Beispiel: „Trinkwassermonitor (2026): Trinkwasser-Report 2026. Auswertung der Prüfberichte von 245 Städten, Datenstand 23.09.2026. https://trinkwassermonitor.ink/downloads/trinkwasser-report-2026/“
KI-Assistent
KI-Assistent (Sprachmodell) · kann Fehler machen · ersetzt keine Auskunft des Wasserversorgers