Die kurze Antwort
Kein Hausmittel entfernt PFAS aus dem Trinkwasser. Das ist aber meist auch nicht nötig: Liegt der PFAS-Wert Ihres Versorgers deutlich unter dem Grenzwert, besteht kein Handlungsbedarf. Ihren Wert zeigt die PLZ-Suche.
Hausmittel im Faktencheck
Abkochen – funktioniert nicht
PFAS sind hitzebeständig. Beim Kochen verdampft Wasser, die PFAS bleiben zurück – die Konzentration im restlichen Wasser steigt sogar.
Essig oder Zitrone – funktioniert nicht
PFAS sind chemisch äußerst stabil. Säure im Haushalt ändert daran nichts.
Stehen lassen – funktioniert nicht
PFAS sind wasserlöslich und setzen sich nicht ab.
Sonnenlicht – funktioniert nicht
PFAS werden durch Sonnenlicht im Haushalt nicht zerstört.
Kupferflasche – funktioniert nicht
Für eine Wirkung von Kupfer auf PFAS gibt es keinen Beleg.
Was Filter leisten
In einer Studie der Duke University und der North Carolina State University mit Haushaltsfiltern senkten Umkehrosmose und zweistufige Untertischfilter die PFAS-Werte um 94 % oder mehr; Aktivkohlefilter wie Kannen oder Hahnaufsätze entfernten im Schnitt 73 %, mit großen Unterschieden zwischen den Geräten (Herkert et al. 2020, Pressemitteilung). Die US-Umweltbehörde EPA nennt Aktivkohle, Umkehrosmose und Ionenaustauscher als geeignete Verfahren und rät, auf eine Zertifizierung nach NSF/ANSI 53 oder 58 zu achten (EPA).
Wann ein Filter sinnvoll ist – und wann nicht
- PFAS-Wert deutlich unter dem Grenzwert: kein Filter nötig.
- Wert nahe am Grenzwert: Ein geprüfter Filter kann ihn am Küchenhahn senken.
- Wert über dem Grenzwert: Versorger und Gesundheitsamt müssen handeln.
Die Einzelheiten stehen im Ratgeber Wasserfilter gegen PFAS und in der Entscheidungshilfe: Brauche ich einen Filter?.
Fazit
Gegen PFAS gibt es keine Hausmittel. Wer den Wert seines Versorgers kennt, weiß aber meist schnell, dass er auch keinen Filter braucht.