Kurz gesagt

Trinkwasser wird in Deutschland „intensiv durch die Wasserversorger geprüft und von den Gesundheitsämtern überwacht“ (Umweltbundesamt). In der Schwangerschaft können Sie Leitungswasser deshalb in der Regel bedenkenlos trinken. Die wichtigste Ausnahme sind Bleileitungen im Haus.

Blei: die wichtigste Ausnahme

Für Schwangere, Säuglinge und Kinder bis sechs Jahre ist Wasser aus Bleileitungen nach dem Umweltbundesamt „als Trinkwasser immer ungeeignet“ (UBA, Stand 04.08.2026).

Stehendes Wasser

Hat Wasser mehrere Stunden in der Leitung gestanden, lassen Sie es ablaufen, bis es kühl aus der Leitung kommt. Das empfiehlt das Umweltbundesamt allgemein, nicht nur in der Schwangerschaft.

PFAS

PFAS sind sehr langlebige Industriechemikalien, die über die Plazenta zum Kind gelangen können. Die Europäische Lebensmittelbehörde EFSA hat 2020 eine tolerierbare wöchentliche Aufnahme von 4,4 ng pro kg Körpergewicht für die Summe aus PFOA, PFNA, PFHxS und PFOS festgelegt (EFSA Journal 2020;18(9):6223); der Wert gilt für Nahrung und Wasser zusammen. Im Trinkwasser gilt seit 2026 ein Grenzwert, ab 2028 ein strengerer. Den geprüften Wert Ihres Versorgers zeigt die PLZ-Suche; mehr zum Thema: PFAS im Trinkwasser.

Nitrat

Für Nitrat gilt ein Grenzwert von 50 mg/L. Besonders wichtig ist er für Säuglinge; die meisten Versorger liegen deutlich darunter. Ihren Wert finden Sie ebenfalls über die PLZ-Suche.

Was Sie nicht brauchen

Wie viel Sie in der Schwangerschaft trinken sollten, besprechen Sie am besten mit Ihrer Hebamme oder Ihrer Frauenarztpraxis.

Fazit

Leitungswasser ist in der Schwangerschaft in Deutschland in aller Regel eine gute Wahl. Klären Sie, ob Ihr Haus Bleileitungen hat, und kennen Sie die Werte Ihres Versorgers – mehr braucht es meist nicht.