Was darf mein Baby trinken? Ist Leitungswasser sicher für die Flasche? Muss ich filtern? Diese Checkliste beantwortet die häufigsten Fragen nach den Empfehlungen von Umweltbundesamt, Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit und Verbraucherzentrale.

Die Checkliste

Häufige Fragen von Eltern

Ist Leitungswasser für die Flasche geeignet?

Ja, im Allgemeinen ist frisches Leitungswasser in Deutschland gut geeignet. In den ersten Lebenswochen können Sie es abkochen und auf 30 bis 40 °C abkühlen lassen (Verbraucherzentrale). Die Einzelheiten stehen im Ratgeber Wasser für Babynahrung.

Welcher Nitratwert gilt für Babys?

Für Leitungswasser gilt der Grenzwert der Trinkwasserverordnung von 50 mg/L. Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ darf höchstens 10 mg/L enthalten – das ist eine Vorgabe für Flaschenwasser, keine für Leitungswasser.

Sollte ich einen Wasserfilter kaufen?

Nein, nicht für das Baby. Behörden und Verbraucherzentrale raten für Babynahrung von Wasser aus Haushaltsfiltern ab, weil sich darin Keime vermehren können. Auch gegen Blei hilft ein Filter nicht zuverlässig; das Umweltbundesamt hält Filter zur Bleientfernung für nicht sinnvoll.

Was ist mit PFAS?

PFAS können über Plazenta und Muttermilch zum Kind gelangen. Stillen bleibt trotzdem die empfohlene Ernährung. Entscheidend für das Trinkwasser ist der Wert Ihres Versorgers; seit 2026 gilt dafür ein Grenzwert. Die gemessenen Werte vieler Städte zeigt die PFAS-Karte.

Ist Mineralwasser sicherer als Leitungswasser?

Nicht automatisch. Nur Wasser mit dem Hinweis „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“ erfüllt die strengeren Vorgaben. Wasser mit Kohlensäure ist für Säuglinge ungeeignet.

Ab wann kann mein Kind ganz normal Leitungswasser trinken?

Leitungswasser ist in Deutschland auch für Kleinkinder eine gute Wahl. Die Ausnahmen bleiben dieselben: keine Bleileitungen, kein ungeprüfter Hausbrunnen.

Fazit

Sicheres Wasser für Babys ist in Deutschland meist einfach: frisches Leitungswasser, keine Bleileitungen, kein Filterwasser. Mit den geprüften Werten Ihres Versorgers und dem Baujahr Ihres Hauses haben Sie die wichtigsten Informationen.

Weiterführend: Wasser für Babynahrung | Bleirohre erkennen | Kinder und Trinkwasser | Mieterrechte