Kurzantwort: Das Trinkwasser in Chemnitz hat eine Gesamthärte von 4,7 °dH, Härtebereich „weich“ (Stand 31.12.2025). Alle 17 geprüften Parameter mit Grenzwert halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Quelle: Prüfbericht von eins energie in sachsen. WaterScore: 100 von 100.
Hinweis: Chemnitz wird aus zwei Versorgungsbereichen versorgt: 'Wasserwerk Einsiedel' (reines Einsiedel-Wasser, u.a. für Einsiedel, Zentrum, Schloßchemnitz) und 'Mischwasser aus den Wasserwerken Burkersdorf/Einsiedel' (u.a. Adelsberg, Rabenstein). Diese Werte gelten nur für den Einsiedel-Bereich (inkl. Zentrum); der Mischwasser-Bereich hat leicht abweichende Werte (z. B. Nitrat 6,7 statt 12 mg/l, Härte 4,2 statt 4,7 °dH, Fluorid 0,11 statt 0,084 mg/l) und ist als separates Dokument bei eins.de verfügbar. Der Bericht trägt den Titel 'Jahresauswertung 2025' ohne exaktes Tagesdatum; alle Werte sind Mittelwerte aus Minimum/Maximum/Mittelwert-Tabellen. Bei mit 'unter Bestimmungsgrenze' markierten Stoffen lag der Mittelwert unterhalb der Bestimmungsgrenze, auch wenn Einzelmessungen (Maximum) leicht darüber lagen (z. B. Nitrit Max 0,011 mg/l, Trihalogenmethane Max 0,0054 mg/l = 5,4 µg/l, Kupfer Max 0,0012 mg/l). PFAS wird nur als Summenparameter berichtet, keine Einzelsubstanzen (PFOA/PFOS/PFHxS/PFBS nicht separat ausgewiesen).
Gemessener Wert als Anteil des gesetzlichen TrinkwV-Grenzwerts – grün: unter 40 %, gelb: 40–80 %, rot: über 80 %.
Nitrat12 mg/L von 50 mg/L (24 %)
PFAS (Summe PFAS-20)nicht nachweisbar
Bleinicht nachweisbar
Urannicht nachweisbar
Kupfernicht nachweisbar
Chlorid27,1 mg/L von 250 mg/L (11 %)
Sulfat30 mg/L von 250 mg/L (12 %)
Natrium10,4 mg/L von 200 mg/L (5 %)
Fluorid0,084 mg/L von 1,5 mg/L (6 %)
Eisennicht nachweisbar
Mangan0,003 mg/L von 0,05 mg/L (6 %)
Ammoniumnicht nachweisbar
Trihalomethane (Summe THM)nicht nachweisbar
Was die Werte für Chemnitz bedeuten
Nitrat 12 mg/L – das sind rund 24 % des Grenzwerts von 50 mg/L und im mittleren Bereich – solche Werte kommen in landwirtschaftlich geprägten Einzugsgebieten vor. Abkochen senkt Nitrat nicht.
PFAS (Summe PFAS-20) – im geprüften Wasser nicht nachweisbar. Der Grenzwert von 0,1 µg/L (100 ng/L) gilt seit dem 12. Januar 2026.
Blei – am Wasserwerk nicht nachweisbar. Blei gelangt fast nur über alte Bleileitungen in der Hausinstallation ins Wasser, nicht über den Versorger. Mehr dazu.
Uran – am Wasserwerk nicht nachweisbar (Grenzwert 10 µg/L).
pH-Wert 8 – im Bereichs der Trinkwasserverordnung (6,5 bis 9,5). Der pH bestimmt das Korrosionsverhalten in der Hausinstallation.
Wasserhärte in Chemnitz im Alltag
Mit 4,7 °dH liegt Chemnitz im Härtebereich „weich“ (weich: unter 8,4 °dH, mittel: 8,4–14 °dH, hart: über 14 °dH).
Waschmittel nach Härtebereich "weich" dosieren – die niedrigste Angabe auf der Packung.
Kalkablagerungen sind selten; Wasserkocher und Kaffeemaschine müssen nur alle paar Monate entkalkt werden.
Kalkschutz oder eine Enthärtungsanlage brauchen Sie bei dieser Härte nicht.
Im Vergleich der 245 Städte mit geprüften Daten hat Chemnitz das 216.-härteste Wasser – härter als Lüneburg, weicher als Ruppichteroth.
Städte mit ähnlicher Wasserhärte
Direkte Nachbarn von Chemnitz in der Härte-Rangliste aller geprüften Städte:
Die verfügbaren Messdaten liegen bei den betrachteten Parametern innerhalb der ausgewerteten Referenzwerte.
Datenstand: 31.12.2025 · 22 von 22 ausgewerteten Parametern verifiziert.
Häufige Fragen zum Trinkwasser in Chemnitz
Kann man das Leitungswasser in Chemnitz trinken?
Laut den geprüften Werten ja: Alle 17 geprüften Parameter mit Grenzwert halten die Grenzwerte der Trinkwasserverordnung ein. Der WaterScore beträgt 100 von 100. Das gilt für das Wasser aus dem Wasserwerk – Einschränkungen können sich erst in einer alten Hausinstallation ergeben.
Wie hart ist das Wasser in Chemnitz?
Die Gesamthärte liegt bei 4,7 °dH – Härtebereich „weich“. Waschmittel nach Härtebereich "weich" dosieren – die niedrigste Angabe auf der Packung. Im Vergleich der 245 von uns geprüften Städte hat Chemnitz das 216.-härteste Wasser und liegt unter dem Median von 9,25 °dH.
Muss ich mein Leitungswasser in Chemnitz filtern?
Aus Sicht der geprüften Versorgerwerte ist ein Filter nicht nötig. Sinnvoll sein kann er für Geschmack und Kalkschutz oder bei Verdacht auf Bleileitungen in einem Altbau – das ist eine Frage der Hausinstallation, nicht des Wassers ab Werk.
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